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Ehrungswesen

Auf dieser Seite finden Sie alle Dokumente zum Herunterladen, die Sie im Ehrungswesen benötigen.

Bitte senden Sie die Ehrungsanträge ausschließlich an Ihren zuständigen Kreis-Chorverband!
Unterhalb der Tabelle mit den Ehrungsanträgen finden sie eine Übersicht über die Ehrungen, die von den Kreis-Chorverbänden, dem Chorverband Rheinland-Pfalz sowie dem Deutschen Chorverband durchgeführt werden.

Formulare für das Ehrungswesen

Dokumenten-TypBeschreibung
wordEhrungsantrag für aktive Sänger/innen (DCV)
(50, 60, 70, 75 und 80 Jahre)
wordEhrungsantrag Chorleiter (DCV)
(25, 40 und 50 Jahre)
wordEhrungsantrag Chorverband RLP
(Vorstandstätigkeit, 5 und 15 Jahre Singen Kinder/Jugendliche, 25, 40 und 65 Jahre Singen Erwachsene, Vizechorleiter)
pdficon_largeEhrungsantrag für Kinder und Jugendliche (DCJ)
(10 Jahre)

pdficon_largeEhrungsantrag für Kinder und Jugendliche (DCJ)
(20 Jahre)

pdficon_largeEhrungsantrag für Chorleiter in Kinder- und Jugendchören (DCJ)


pdficon_largeEhrungsantrag für Chorjubiläen von Kinder- und Jugendchören


pdficon_largeEhrungsregularien


 

Ehrungswesen im Chorverband Rheinland-Pfalz

  • Ehrungsregularien
  • Allgemeine Bestimmungen
  • Ehrung für Chöre
  • Ehrung für langjährige Vorstandsmitglieder
  • Ehrungen für Sängerjubilare
  • Ehrungen für Vize-Chorleiter/innen
  • Ehrungen für Chorleiter/innen
  • Personenbezogene Ehrungen
    1. Ehrennadel für besondere Verdienste
    2. Leo-Petri-Preis
    3. Hilger-Schallehn-Preis
    4. Rudolf-Desch-Preis
  • Zelter-Plakette
  • Pro Musica-Plakette
  • Wappenschild des Landes Rheinland-Pfalz

 

Erläuternde Informationen zum Ehrungswesen

Das Ehrungswesen wird von Frau Elisabeth Weber geführt. Wir möchten an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass

  1. die Vorlaufzeit für die Beantragung zwei Monate beträgt (Datum des Eingangsstempels beim CV RLP)
  2. die Ehrungsanträge über die zuständigen Kreise gestellt werden müssen. Ehrungsanträge, die ein Verein direkt an die Geschäftsstelle oder der bearbeitenden Stelle stellt, werden mit dem Hinweis auf Beantragung durch den Kreis an den Verein zurückgeschickt.
  3. die Urkunden und ggf. zusätzliche Ehrenausweise an die Kreis-Vorsitzenden geschickt werden

Liegt das Ehrungsdatum direkt zu Beginn eines Monats, erfolgt der Versand bereits im Vor-Vormonat, damit auch hier die Möglichkeit gegeben ist, Fehler rechtzeitig zu beheben.

Wir bitten die Kreise, die Urkunden direkt bei Eintreffen auf Schreibfehler/Namensfehler zu überprüfen! Es ist schlicht unmöglich, eine neue Urkunde auszustellen, wenn diese erst Urkunde zwei Tage vor der Überreichung reklamiert wird. Das Ehrungswesen ist sehr zeitaufwendig, denn es müssen über 1500 Chören betreut werden.

Sollte Ihnen als Kreis-Vorsitzenden tatsächlich einmal eine Urkunde fehlen, dann warten Sie mit der Nachfrage bitte nicht bis eine Woche vor der Überreichung! Es kann immer mal sein, dass ein Antrag unterwegs verloren geht, eine E-Mail oder ein Fax nicht zugestellt werden kann. Fragen Sie rechtzeitig nach, damit genügend Zeit besteht, noch eine Urkunde anzufertigen und zuzuschicken.

Und zum Schluss noch eine Bitte an Kreise und Vereine:
Bitte bedenken Sie immer: Sie sind nicht der einzige Kreis bzw. der einzige Verein, der eine Ehrung beantragt!

 

Informationen zum Ehrungswesen

Sängerinnen und Sänger, die für 25 oder 40 Jahre aktives Singen im Chor geehrt werden, erhalten von ihrem zuständigen KCV eine silberne bzw. eine goldene Nadel des CV RLP überreicht sowie (je nach KCV) eine Ehrenurkunde. Für Sängerinnen und Sänger gibt es inzwischen nur noch eine einheitliche Nadel. Extra Broschen für Sängerinnen gibt es nicht mehr.

Die Ehrungen für 50, 60, 70 und 80 Jahre aktives Singen erfolgen durch den Chorverband Rheinland-Pfalz im Namen des Deutschen Chorverbandes. Darüber hinaus ehrt der Chorverband Rheinland-Pfalz noch einmal eigenständig für 65 Jahre aktives Singen.


Allgemeine Bestimmungen

Alle Ehrungen und Auszeichnungen können nur auf besonderen Antrag durchgeführt werden. Soweit in den Ausführungsbestimmungen keine anderweitigen Hinweise enthalten sind, sind die entsprechenden Anträge generell über die zuständigen (Kreis-)Chorverbände an die Geschäftsstelle des Chorverbandes Rheinland-Pfalz e.V. zu richten. Dort können auch evtl. notwendige Antragsformulare angefordert werden – oder Sie laden sich diese oben herunter. Diese Ehrungsordnung regelt, dass personenbezogene Ehrungen durch die Repräsentanten der Chorverbände, des Präsidiums, des erweiterten Vorstandes oder des Musikrates vorgenommen werden.

Chor- bzw. vereinsbezogene Ehrungen sind durch die Repräsentanten des Vorstandes des Chorverbandes Rheinland-Pfalz e.V. vorzunehmen. Die Ehrung von fördernden Mitgliedern für langjährige Treue verbleibt in der Kompetenz der einzelnen Chöre. Ergänzende Auskünfte erteilt die Geschäftsstelle des Chorverbandes Rheinland-Pfalz e.V..

Vorschläge zur Würdigung einer Person mit einer staatlichen Auszeichnung sind an die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier zu richten.

 


Ehrung für Chöre

Nur 25-, 50-, 75-, 100-, 150- und 175-jährige Bestehensfeiern sind als echte Jubiläen anzusehen sowie alle im 25-jährigen Turnus wiederkehrenden Stiftungsfeste.

Der Chorverband Rheinland-Pfalz e.V. verleiht einem Mitgliedschor beim 25. und 50. Stiftungsfest eine Urkunde. Der Deutsche Chorverband e.V. (DCV) verleiht allen Mitgliedschören eine Ehren-Urkunde, die ein 75-, 100-, 125-, 150- oder 175-jähriges Bestehen begehen sowie im folgenden 25-jährigen Turnus.

Dem Mitgliedschor, der seine 125-, 150- oder 175-Jahr-Feier begeht, stiftet der DCV auf Antrag des Vereins ein Chorwerk nach dessen Wahl. Komponist, Titel und Verlag sind auf einem gesonderten Formblatt zu melden. Anspruch auf diese Notenspende besteht nur bis zum 31.12. des Jahres, in dem das Chorjubiläum stattfindet. Anträge sind direkt an den DCV zu richten. Dort erhalten Sie auch das notwendige Formular zur Beantragung.

Kinderchöre und Jugendchöre erhalten bei 10-, 15- und 20-jährigem Bestehen eine Urkunde des Chorverbandes Rheinland-Pfalz e.V. Bestehen sie länger, unterliegen sie der Ehrungsordnung der Erwachsenenchöre. Darüber hinaus verleiht die Chorjugend des Deutschen Chorverbandes beim 25-jährigen Bestehen eine Urkunde.


Ehrung für langjährige Vorstandsmitglieder

Mitglieder, die in einem Verein, einem Kreis-Chorverband oder im Chorverband mehr als 25, 40 Jahre oder 50 Jahre ein Vorstandsamt versehen haben, erhalten dafür eine Urkunde des Chorverbandes Rheinland-Pfalz e.V. Parallel in einem der Gremien erbrachte Tätigkeiten werden zeitlich nicht addiert, sondern es muss sich im zeitlichen Ablauf die entsprechende Anzahl von Jahren ergeben.

Für mehr als 50-jährige Vorstandsarbeit wird eine besondere Ehrung am Verbandstag des Chorverbandes Rheinland-Pfalz e.V. vorgenommen.


Ehrungen für Sängerjubilare

Chorverband Rheinland-Pfalz e.V. und Deutscher Chorverband e.V. zeichnen langjährige Chormitgliedschaft durch besondere Ehrungen aus.

a. Ehrungen für Kinder und Jugendliche bis 27 Jahre.

Kinder und Jugendliche mit einer Chorzugehörigkeit von 5 Jahren erhalten eine Urkunde des Chorverbandes Rheinland-Pfalz.

Kinder und Jugendliche mit einer Chorzugehörigkeit von 10 Jahren erhalten eine Urkunde der Chorjugend des Deutschen Chorverbandes.

Jugendliche mit einer Singetätigkeit von 15 Jahren erhalten eine Urkunde des Chorverbandes Rheinland-Pfalz.

Jugendliche mit einer Singetätigkeit von 20 Jahren erhalten eine Urkunde der Chorjugend im Deutschen Chorverband.

b. Ehrungen für Sängerinnen und Sänger

Chormitglieder, die eine 25-jährige Singetätigkeit nachweisen können, erhalten die silberne Ehrennadel des Chorverbandes Rheinland-Pfalz (überreicht durch den zuständigen Kreis-Chorverband).

Chormitglieder, die eine 40-jährige Singetätigkeit nachweisen können, erhalten die goldene Ehrennadel des Chorverbandes Rheinland-Pfalz (überreicht durch den zuständigen Kreis-Chorverband).

Chormitglieder, die eine 50-jährige Singetätigkeit nachweisen können, erhalten eine Ehrennadel/Ehrenbrosche des Deutschen Chorverbandes nebst einer Urkunde und den Ehrenausweis des Chorverbandes Rheinland-Pfalz

Chormitglieder, die eine 60-jährige Singetätigkeit nachweisen können, erhalten eine Ehrennadel/Ehrenbrosche des Deutschen Chorverbandes nebst einer Urkunde.

Chormitglieder, die eine 65-jährige Singetätigkeit nachweisen können, erhalten eine Ehrenurkunde (den Ehrenbrief) des Chorverbandes Rheinland-Pfalz. Eine Nadel/Brosche ist hier nicht vorgesehen.

Chormitglieder, die eine Singetätigkeit von mindestens 70 Jahren nachweisen können, erhalten eine Ehrungsnadel/-brosche des Deutschen Chorverbandes nebst einer Urkunde.

Da es nicht selten ist, dass Einzelmitglieder eine Singetätigkeit von 75 Jahren nachweisen können, hat sich der Deutsche Chorverband entschlossen, in solchen Fällen eine Ehrenurkunde zu überreichen. Eine Ehrennadel bzw. -brosche ist hierfür nicht vorgesehen.

Der Ehrenausweis, den Chormitglieder ab 50-jähriger Singetätigkeit erhalten, berechtigt den Inhaber/die Inhaberin, alle Konzerte der Mitgliedschöre des Chorverbandes Rheinland-Pfalz unentgeltlich zu besuchen, sofern Platz vorhanden ist. Der Ehrenausweis ist nicht übertragbar. Mit dem Ehrenausweis bringt der Chorverbandes Rheinland-Pfalz  seine Dankbarkeit und Verbundenheit gegenüber verdienten Sängerinnen und Sängern zum Ausdruck, die dem Chorgesang ein halbes Jahrhundert die Treue gehalten haben.


Ehrungen für Vize-Chorleiter/innen

Vize-Chorleiter/innen, die eine 25-, 40-, 50- oder 60-jährige Tätigkeit nachweisen können, erhalten eine Urkunde des Chorverbandes Rheinland-Pfalz e.V. Diese wird im Regelfall vom Vorsitzenden des betreffenden Vereins oder des zuständigen Chorverbandes überreicht.

Die dem Chorverband Rheinland-Pfalz e.V. angeschlossenen Gesangvereine, Chöre, Musik- und Tanzgruppen sind zwar hauptsächlich, aber nicht ausschließlich auf musikalischem Gebiet tätig. Auf vielfältige Weise treten sie an mehr als 1.200 Vereinsorten unseres Landes im allgemeinen kulturellen Leben der Gesellschaft auf und erfüllen darüber hinaus eine nicht zu unterschätzende soziale, gemeinnützige und gesundheitsfördernde Aufgabe. Die Chöre und Vereine führen Menschen zu gemeinsamen Erlebnissen und zum Gedankenaustausch zusammen. Kinder und Jugendliche erfahren, wie bereits ihre Eltern und Großeltern, gesellschaftliche Kompetenz, kommunikative Kraft beim gemeinsamen Musizieren, Rücksichtnahme und Anerkennung im Zusammenwirken mit Gleichgesinnten. Darüber hinaus engagieren sich viele Einzelpersonen über das übliche Maß hinaus. Es sind oft diejenigen, die hinter den Kulissen wirken und ohne deren – meist ehrenamtlichen – Einsatz, den sie für den Verein, den Kreis-Chorverband, den Landesverband oder an anderer, exponierter Stelle erbringen, das kulturelle Leben unseres Verbandes und unseres Landes nicht existenzfähig wäre.

Diese Aktivitäten sind an besondere Voraussetzungen gebunden, ohne die sie nicht ausgeführt werden können. Es muss daher immer wieder Menschen geben, die sich auf musikalischem oder organisatorischem Gebiet beispielgebend und vorbildhaft einbringen.


Ehrungen für Chorleiter/innen

Chorleiter/innen die eine 25-, 40- oder 50-jährige Tätigkeit nachweisen können, erhalten eine Urkunde und eine Nadel des Deutschen Chorverbandes.

Chorleiter/innen, die eine 60-jährige Tätigkeit nachweisen können, erhalten eine Urkunde des Chorverbandes Rheinland-Pfalz e.V. Diese wird im Regelfall vom Vorsitzenden des betreffenden Vereins oder des zuständigen Chorverbandes überreicht.


Personenbezogene Ehrungen

Die dem Chorverband Rheinland-Pfalz e.V. angeschlossenen Gesangvereine, Chöre, Musik- und Tanzgruppen sind zwar hauptsächlich, aber nicht ausschließlich auf musikalischem Gebiet tätig. Auf vielfältige Weise treten sie an mehr als 1.000 Vereinsorten unseres Landes im allgemeinen kulturellen Leben der Gesellschaft auf und erfüllen darüber hinaus eine nicht zu unterschätzende soziale, gemeinnützige und gesundheitsfördernde Aufgabe. Die Chöre und Vereine führen Menschen zu gemeinsamen Erlebnissen und zum Gedankenaustausch zusammen. Kinder und Jugendliche erfahren, wie bereits ihre Eltern und Großeltern, gesellschaftliche Kompetenz, kommunikative Kraft beim gemeinsamen Musizieren, Rücksichtnahme und Anerkennung im Zusammenwirken mit Gleichgesinnten. Darüber hinaus engagieren sich viele Einzelpersonen über das übliche Maß hinaus. Es sind oft diejenigen, die hinter den Kulissen wirken und ohne deren – meist ehrenamtlichen – Einsatz, den sie für den Verein, den Kreis-Chorverband, den Landesverband oder an anderer, exponierter Stelle erbringen, das kulturelle Leben unseres Verbandes und unseres Landes nicht existenzfähig wäre.

Diese Aktivitäten sind an besondere Voraussetzungen gebunden, ohne die sie nicht ausgeführt werden können. Es muss daher immer wieder Menschen geben, die sich auf musikalischem oder organisatorischem Gebiet beispielgebend und vorbildhaft einbringen.

a. Ehrennadel für besondere Verdienste

Der Chorverband Rheinland-Pfalz verleiht für ehrenamtlichen Einsatz und verdienstvolles Wirken um die Belange des Chorgesanges, die über den Rahmen eines Chorvereins hinausgehen, die “Ehrennadel für besondere Verdienste” mit einer Besitz-Urkunde. Diese Auszeichnung wird auch an Chorleiter/innen im Chorverband Rheinland-Pfalz verliehen, die sich um unseren Verband verdient gemacht haben.

Die Ehrennadel kann jährlich höchstens an zehn Personen auf formlosen Antrag eines Chorverbandes oder des Bundesvorstandes verliehen werden (es ist jeweils nur ein Personenvorschlag pro Kreis-Chorverband möglich; Anregungen zur Auszeichnung der eigenen Person können nicht berücksichtigt werden). Einwandfreier Nachweis der Verdienste über einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren sowie andauernde Aktivität zum Zeitpunkt der Auszeichnung sind erforderliche Voraussetzungen.

Anträge müssen bis zum 31.12. eines Jahres an die Geschäftsstelle gestellt werden, damit sie in der vor dem jährlichen Chorverbandstag stattfindenden Sitzung des Gesamtvorstandes beraten werden können. Die Verleihung der Verdienstnadel erfolgt auf dem nach der Beschlussfassung folgenden Chorverbandstag des Chorverbandes Rheinland-Pfalz.

b. Leo-Petri-Preis

Leo Petri (1906-1987) prägte nach dem 2. Weltkrieg die aufwärtsstrebende Entwicklung des Chorwesens in unserem Lande mit. Sein Leben und Wirken war mit dem Chorwesen eng verbunden. Im wieder gegründeten Chorverband Rheinland-Pfalz e.V. bekleidete er ab 1950 die Position des Pressereferenten und gab über 25 Jahre – zusammen mit Prof. Rudolf Desch – die Chorzeitung “Singendes Land” heraus.

Sein verdienstvolles Wirken wurde durch die Schaffung des Leo-Petri-Preises gewürdigt, der 1992 erstmals vergeben wurde. Mit dem Preis sollen besondere Verdienste im Rahmen der Öffentlichkeits- und Pressearbeit gewürdigt werden; er kann sowohl auf Chorverband-Ebene als auch extern vergeben werden, auch über das Verbandsgebiet des Chorverbandes Rheinland-Pfalz hinaus. Vorschläge für die Auszeichnung können sowohl vom Bundesvorstand als auch von den Chorverbänden gemacht werden; über die Vergabe der Auszeichnung entscheidet der Bundesvorstand. Die Verleihung des Preises erfolgt in angemessener und öffentlichkeitswirksamer Form.

c. Hilger-Schallehn-Preis

Präsidium und erweiterter Vorstand des Chorverbandes Rheinland-Pfalz e.V. haben anlässlich ihrer Sitzung vom 23.06.2001 die Herausgabe des Hilger-Schallehn-Preises beschlossen.

Die Schaffung dieses Preises erinnert an den langjährigen Bundes-Pressereferenten und Schriftleiter unserer Verbandszeitung “Singendes Land”, Hilger Schallehn (1936-2000), der sich auch im musikalischen Bereich als Komponist und Lektor einen Namen gemacht hat. Sein starkes Engagement sowie und sein ständiges Bestreben, das Chorwesen zu modernisieren und die Qualität der Chor- und Verbandsarbeit zu verbessern, sind unvergessen. Die Auszeichnung mit diesem Preis kann an Personen erfolgen, die sich sowohl in musikalischer oder organisatorischer Hinsicht als auch auf dem Gebiet der Öffentlichkeitsarbeit besondere Verdienste erworben haben. Die Vergabe kann sowohl auf Chorverband-Ebene als auch extern erfolgen.

Für eine Auszeichnung in Betracht kommende Personen können von Bundesvorstand und Musikausschuss vorgeschlagen werden. Diese Gremien entscheiden auch über die Ehrungswürdigkeit der vorgeschlagenen Person. Die Verleihung des Preises erfolgt in angemessener Form im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung.

d. Rudolf-Desch-Preis

Der überwiegend als Komponist bekannt gewordene Rudolf Desch (1911-1997) war von 1955 bis 1985 Bundes-Chormeister und im Jahre 1960 auch Gründer und erster Leiter des Chorleiter-Chores des Chorverbandes Rheinland-Pfalz e.V. Sein kompositorisches Schaffen umfasst mehr als 700 Werke. Aus Dank und als Anerkennung seiner außergewöhnlichen organisatorischen und kompositorischen Leistungen hat der Chorverband im Jahr 1992 erstmals den Rudolf-Desch-Preis vergeben, der in unregelmäßiger Folge sowohl für herausragende musikalische als auch organisatorische Verdienste verliehen wird. Die Auszeichnung einer Persönlichkeit mit diesem Preis gilt als höchste Auszeichnung, die der Chorverband Rheinland-Pfalz e.V. zu vergeben hat.

Als Voraussetzung für die Vergabe gilt die Anerkennung außergewöhnlicher Leistungen, die Persönlichkeiten im oder für den Chorverband Rheinland-Pfalz erbracht haben. Die Vergabe der Auszeichnung kann sowohl auf Chorverband-Ebene als auch extern erfolgen sowie über das Verbandsgebiet des Chorverbandes Rheinland-Pfalz hinaus. Vorschlagsberechtigt zur Vergabe des Rudolf-Desch-Preises ist das Präsidium des Chorverbandes; entscheidungsberechtigt sind Verbandsvorstand und Musikausschuss. Diese Gremien entscheiden über die Ehrungswürdigkeit der vorgeschlagenen Person. Die Verleihung des Preises erfolgt in angemessener Form im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung.

 


ZELTER-PLAKETTE

Stiftung
Die Zelter-Plakette wurde 1956 von Bundespräsident Theodor Heuss gestiftet “als Auszeichnung für Chorvereinigungen, die sich in langjährigem Wirken besondere Verdienste um die Pflege der Chormusik und des deutschen Volksliedes und damit um die Förderung des kulturellen Lebens erworben haben” (Erlass vom 7. August 1956). Die Plakette zeigt auf der Vorderseite Carl Friedrich Zelter (1758-1832), auf der Rückseite den Bundesadler mit der Umschrift “Für Verdienste um Chorgesang und Volkslied”.

Verleihung
Die Zelter-Plakette wird durch den Bundespräsidenten aus Anlass des einhundertjährigen Bestehens eines Chores auf dessen Antrag verliehen.

Voraussetzung für die Verleihung ist der Nachweis, dass sich der Chor in ernster und erfolgreicher musikalischer Arbeit der Liedpflege gewidmet und im Rahmen der örtlich gegebenen Verhältnisse künstlerische oder volksbildende Verdienste erworben hat. Die Verleihung erfolgt einmal jährlich – traditionsgemäß am Sonntag “Lätare”, drei Wochen vor Ostern – im Rahmen eines Festaktes auf Bundesebene an wechselnden Orten. Bei diesem Festakt überreicht der Bundespräsident oder sein Beauftragter einem der auszuzeichnenden Chöre die Zelter-Plakette und die Urkunde, stellvertretend für alle Chöre, die diese Ehrung im gleichen Jahr erfahren.

Auf Landesebene erfolgt die Übergabe der Plaketten und Urkunden zeitlich nach dem zentralen Festakt. In einigen Ländern findet ein Festakt statt, in dem der Kultusminister die Plaketten und Urkunden aushändigt; in anderen erfolgt die Aushändigung durch den Beauftragten beim Jubiläumsfest des Chores oder bei anderer Gelegenheit. Auskunft hierüber erteilt das zuständige Kultusministerium.

Antragsformulare
Zur Anwendung kommen unterschiedliche Formulare:

1. Antragsformular für Mitgliedschöre der Verbände in der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände (ADC):

  • Allgemeiner Cäcilien-Verband (ACV),
  • Arbeitskreis Musik in der Jugend (AMJ),
  • Deutscher Allgemeiner Chorverband (DACV),
  • Deutscher Chorverband (DCV),
  • Internationaler Arbeitskreis für Musik (IAM)
  • Verband Deutscher Oratorien- und Kammerchöre (VDOK),
  • Verband evangelischer Kirchenchöre Deutschlands (VeK).

Die Formulare sind zu beziehen bei der Geschäftsstelle der ADC (z.Z. Adersheimer Str. 60, 38304 Wolfenbüttel), bei den Verbänden der ADC oder deren Landes- bzw. Diözesanverbänden; für die Chöre des DCV bei den Geschäftsstellen der Landessängerbünde.

2. Antragsformular für Chöre ohne Bindung an die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände (ADC): Das Formular 2 ist bei den Kultusministerien der Länder erhältlich.

Anträge

zu 1: Mitgliedschöre der in der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände zusammenarbeitenden Organisationen senden ihren Antrag auf Verleihung der Zelter-Plakette an ihren LandesChorverband bzw. an den Landesverband ihrer Chororganisation; Mitglieder des Allgemeinen Cäcilien-Verbandes an ihren zuständigen Diözesanverband. Nach Prüfung auf Vollständigkeit wird der Antrag von dort an die entsprechende Bundesorganisation geschickt, die ihn an die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände weiterleitet.

zu 2.: Chöre ohne Bindung an die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände senden ihren Antrag an den für ihren Tätigkeitsbereich zuständigen Landeskultusminister bzw. Senator, von dem der Antrag nach Prüfung auf Vollständigkeit direkt an die ADC gesandt wird.

Nach Prüfung durch die ADC werden die Anträge dem Empfehlungsausschuss vorgelegt. Dieser besteht aus fünf Mitgliedern: Drei Vertretern der ADC und je einem Vertreter des Bundesministers des Innern und der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder. Bei positivem Prüfungsergebnis durch den Empfehlungsausschuss schlägt der zuständige Landeskultusminister die Verleihung der Zelter-Plakette vor. Der Vorschlag wird dem Bundespräsidenten durch den Bundesminister des Innern vorgelegt. Die Urkunde über die Verleihung der Ehrenplakette vollzieht der Bundespräsident.

Termin

Vorlagetermin für den Antrag bei der ADC ist der 1. Juli des dem Jubiläum vorausgehenden Kalenderjahres. Dieser Termin gilt für alle Bundesorganisationen in der ADC und die Kultusminister bzw. -senatoren der Länder. Der antragstellende Chor muss deshalb entsprechend frühzeitig seinen Antrag mit den vollständigen Unterlagen auf dem oben dargestellten Weg einreichen.

Erläuterungen

Das Antragsformular ist in doppelter Ausführung einzureichen. Alle erbetenen Angaben sind sorgfältig auszufüllen. Der Name des Chores ist entsprechend der Formulierung in der Satzung anzugeben. Als Ortsbezeichnung für den Chor muss die amtliche Bezeichnung der politischen Gemeinde (Ortsname) eingetragen werden. Die im Antragsformular unter B genannten Unterlagen sind nur einfach einzureichen. Alle Unterlagen zu B.1 bis B.4 sollen lediglich in Kopien eingesandt werden. Der Bericht der Ortsbehörde (B.5) muss im Original vorgelegt werden.

Beachtenswert sind folgende Hinweise zu B:

1. Genauer Nachweis des Gründungsjahres

1.1 Urkunden, Satzungen
Das Gründungsjahr des Chores muss korrekt nachgewiesen werden. Am günstigsten ist der Nachweis zu erbringen, wenn eine originale Gründungsurkunde oder Gründungssatzung, ein Protokollbuch oder ein Kassenbuch mit Datumsangaben vorhanden sind. Wenn solche Dokumente nicht oder – z.B. durch Kriegseinwirkungen – nicht mehr vorliegen, muss das Gründungsdatum auf indirektem Wege nachgewiesen werden. Das ist auf vielfältige Weise möglich. Es liegt im Interesse eines jeden Chores, alles zu tun, um über das Gründungsdatum Klarheit zu schaffen. In den folgenden Abschnitten 1.2 bis 1.6 werden weitere Hinweise gegeben.

1.2 Festbücher, Presseberichte
Festbücher und Presseberichte können als Fundort für das Gründungsjahr von Bedeutung sein, insbesondere, wenn sie vor 1956, also vor der Stiftung der Zelter-Plakette, erschienen sind.

1.3 Nachforschungen in Archiven
Landes-, Kreis-, Stadt- und Kirchenarchive haben besondere Bedeutung als Fundorte für direkte oder indirekte Gründungsunterlagen und -daten. In Stadtarchiven oder in zeitungseigenen Archiven befinden sich Jahrgänge der Tageszeitungen, die wahrscheinlich über das Jubiläum des Chores berichtet haben.

1.4 Fahnen, Fahnenschleifen, Fahnennägel
Viele Chöre besitzen Fahnen aus alter Zeit, in denen das Gründungsjahr eingestickt ist. Das Foto einer solchen Fahne kann Beweiskraft haben. Freilich gibt es auch Fahnen, in denen nicht das Gründungsjahr des Chores, sondern das Jahr der Fahnenweihe eingestickt ist. In solchem Fall ist die Beweisführung für das Gründungsjahr mit Hilfe der Fahne nicht möglich. Fahnenschleifen oder Fahnennägel können beweiskräftig sein, wenn auf ihnen das Gründungsjahr und das Verleihungsjahr angegeben sind, z.B. “zum 50-jährigen Bestehen des MGV am 1. Mai 1935”. Das kann beweisen, dass der Chor 1885 gegründet worden ist.

1.5 Teilnehmerliste von Chorfesten
Festbücher von Chorfesten – auch von benachbarten Orten und Chören – können dem Gründungsnachweis dienlich sein, wenn die Teilnehmerchöre mit ihrem Gründungsjahr aufgezählt sind.

In diesem Zusammenhang muss darauf hingewiesen werden, dass die 100-jährige Singtradition in einem Ort nicht als ausreichend angesehen werden kann, da die Verleihung der Zelter-Plakette sich auf einen Chor, nicht auf einen Ort bezieht. Auch wird eine lose Gemeinschaft nicht als Chor anerkannt; sie hat erst von dem Zeitpunkt an Geltung, in dem sie sich als Verein im üblichen Sinne nachweisen lässt.

1.6 Gruppenfotos
Gelegentlich sind bei alten Mitgliedern oder in Archiven Gruppenfotos vorhanden, die bei Jubiläen aufgenommen wurden und den Namen des Chores sowie das Jahr deutlich zeigen. Auch auf diese Weise kann der Nachweis des Gründungsjahres versucht werden.

1.7 Mündliche Aussagen
Mündliche Aussagen über das Gründungsjahr haben sehr geminderte Beweiskraft, da auch die ältesten Chormitglieder das vermeintliche Gründungsjahr nur aus zweiter Hand kennen.

1.8 Alte Zelter-Plakette
Zelter-Plaketten, die als staatliche Auszeichnung vor dem zweiten Weltkrieg verliehen worden sind, gelten als Nachweis für das 100-jährige Bestehen, z.B. für Chöre, die in den 30er Jahren zu ihrem 50-jährigen Bestehen die Zelter-Plakette erhalten haben.

1.9 Nicht beweiskräftige Unterlagen
Verbandsinterne Jubiläumsurkunden eines Mitgliedschores sind nicht ohne weiteres als Nachweis für das Gründungsjahr ausreichend. Für die Verleihung der Zelter-Plakette als staatlicher Auszeichnung bedarf es gegenüber dem Empfehlungsausschuss einer erneuten Beweisführung über das einhundertjährige Bestehen.

2. Kurze Darstellung der Geschichte des Chores
Diese Darstellung soll sich auf das historisch Wesentliche beschränken. Berichtenswert sind bedeutsame Aktivitäten des Chores in der Vergangenheit, die Entwicklung der Mitgliederzahl, ein Zusammenschluss mit anderen Chören, ein Strukturwandel vom Männergesangverein zum Gemischten Chor oder die Angliederung eines Frauen- bzw. eines Jugendchores. Auch Reisen ins Ausland können erwähnt werden. Die mit dem Stiftungserlass veröffentlichten Richtlinien für die Verleihung der Zelter-Plakette verlangen, dass die Chöre in langjährigem Wirken besondere Verdienste um die Pflege der Chormusik erworben haben; es wird also Kontinuität gefordert. Hierfür sind Listen aller Chorleiter bzw. Vorstände mit den Jahreszahlen ihrer Tätigkeit aufschlussreich. Die Übersicht könnte auch aus mündlicher Überlieferung stammen. Bekanntermaßen ist das Chorleben durch zwei Weltkriege und die anschließend notwendige Neuorientierung unterbrochen worden. Solche durch höhere Gewalt verursachte Unterbrechung der Chorarbeit wirkt sich für den Tätigkeitsnachweis nicht nachteilig aus.

3. Tätigkeitsbericht
Der Empfehlungsausschuss muss sich für die Tätigkeit des Chores in der Gegenwart ein Urteil bilden können. Darum ist über die Arbeit des Chores, insbesondere in den letzten fünf Jahren, zu berichten: Konzerttätigkeit, Gestaltung von Gottesdiensten, Einsatz im öffentlichen Leben, Teilnahme an Chorfesten, Wertungssingen usw. Auch Reisen im In- und Ausland sollen Erwähnung finden sowie Chorpartnerschaften und -begegnungen.

Die Verdienste eines Chores werden den örtlichen Gegebenheiten gemäß beurteilt. Von einem kleinen Landchor werden nicht die gleichen Leistungen erwartet wie von einem Konzertchor.

4. Repertoireliste, Programme, Presseberichte u.ä.
Dem Tätigkeitsbericht sind ein Verzeichnis des Repertoires, Programme und Presseberichte mit Datum und Name der Zeitung beizufügen. Auch auf bedeutende, weiter zurückliegende Aufführungen kann hingewiesen werden.

5. Bericht der Ortsbehörde
In einem Gutachten muss die Behörde – in größeren Städten das Kulturamt – das künstlerische und volksbildende Wirken des Chores bestätigen. Falls die zuständige Behörde nur unzureichende Kenntnis von der Tätigkeit des Chores hat, muss der antragstellende Chor gegenüber der zuständigen Ortsbehörde den Nachweis durch Vorlegen entsprechender Unterlagen führen.

Geschichtliches

Carl Friedrich Zelter wurde 1758 als Sohn eines Maurermeisters und Bauunternehmers in Berlin geboren. Nach gymnasialer Schulbildung und dem Besuch der königlichen Zeichenakademie absolvierte er die Ausbildung im Bauhandwerk mit der Meisterprüfung und übernahm für viele Jahre das väterliche Geschäft. Seine Liebe zur Musik wurde durch Unterricht im Klavier-, Orgel- und Geigenspiel gefördert und äußerte sich in der nebenberuflichen Betätigung als Violinist bei Opernaufführungen im Döbbelinschen Theater wie auch in eigenen Kompositionen, zu denen er sich das handwerkliche Können bei Carl Friedrich Fasch erarbeitete. Die Gründung der Berliner Singakademie 1791 durch Fasch zog Zelter von Anfang an in den Bann einer Institution, die das Wiederaufblühen des Chorgesanges und eine neue Ära der Musikpflege und des Konzertwesens einleitete. Nach dem Tode Faschs führte Zelter ab 1800 die Singakademie als tonangebende Einrichtung für die Pflege geistlicher Musik, insbesondere der Werke Johann Sebastian Bachs, zu weiterer Entfaltung. 1807 wurde der Singakademie ein Collegium musicum als Orchesterschule für die Aufführung älterer Musik angegliedert; 1809 gründete Zelter die Berliner Liedertafel, eine gesellige Sangesgenossenschaft von zunächst 24 Männern auf gehobenem Bildungsniveau – ein epochemachendes Ereignis als Beginn der später sich in alle Welt verbreitenden Einrichtung des Männergesangs. Zelters große Bedeutung liegt vor allem in seinen erfolgreichen Bemühungen um die Neuordnung des staatlichen, städtischen, kirchlichen und schulischen Musiklebens.

Er war in unermüdlicher Tatkraft darum besorgt, das bisher handwerklich-zunftmäßig organisierte Musikbildungswesen durch die Errichtung staatlich unterhaltener Institute und durch in freier Initiative gegründete, bürgerliche Musikvereine zu ersetzen, also die öffentliche und private Musikpflege miteinander zu verbinden, um der Funktion der Musik für Gesellschafts- und Menschenbildung größere Geltung zu verschaffen. So wurden auf seine Anregung als Fachberater der preußischen Regierung die Institute für Kirchen- und Schulmusik in Königsberg (1814), Breslau (1815) und Berlin (1822) gegründet; das letztgenannte leitete Zelter bis zu seinem Tode (1832) und erteilte zeitweise auch den gesamten Unterricht. Sein vielfältiges pädagogisches, künstlerisches und organisatorisches Wirken fand hohe Anerkennung in der Berufung zum Ehrenmitglied und zum Musikprofessor der Berliner Akademie der Schönen Künste, zum Musikdirektor des von ihm ins Leben gerufenen Universitätsseminars und in der Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die Berliner Universität. Als Komponist schuf er geistliche Gesänge, Kantaten, Opernszenen, Sinfonien und Konzerte; von seinen über 200 Liedern und Chorkompositionen werden viele bis in unsere Gegenwart gesungen. Unter den Liedern finden sich 75 Texte von Goethe, der Zelters Vertonungen schätzte und mit dem ihn seit 1799 eine durch regen Briefwechsel und viele persönliche Begegnungen bezeugte Freundschaft bis zu seinem Lebensende verband. Zu Zelters Schülern zählten u.a. Felix Mendelssohn Bartholdy, Carl Loewe, Otto Nicolai. Carl Friedrich Zelter, von hervorragender Begabung und Geistesbildung, von organisatorischer Tatkraft, erfüllt von einem hohen Ethos künstlerischen und musikpädagogischen Wirkens, ist eine Gestalt unserer Musikgeschichte, von der auch heute wirksame Anstöße ausgehen können für die verantwortungsvolle und das gesellschaftliche Leben bereichernde Arbeit der Chor- und Musikvereinigungen, die – besonders auch auf nicht-professionellem Terrain – verdienstvoll tätig sind.

Die Geschichte der Zelter-Plakette

Die Geschichte der Zelter-Plakette reicht in die zwanziger Jahre unseres Jahrhunderts zurück. Durch Runderlass stiftete der für die Belange der Laienmusik aufgeschlossene Preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, Boelitz, im Jahre 1922 drei künstlerisch gestaltete Gedenkblätter als staatliche Anerkennung für Laienchöre aus Anlass ihres 50-, 75- und 100-jährigen Bestehens. Wenige Jahre später traten an die Stelle der Gedenkblätter Plaketten in Bronze, Silber und Gold. Diese Zelter-Plaketten wurden bis zum Beginn des Jahres 1942 verliehen. Aber schon 1940 hieß es, dass nur die bereits eingereichten Anträge zur Verleihung der Zelter-Plakette berücksichtigt würden; alle anderen solle man bis nach Kriegsende zurückstellen.

Beim Wiederaufbau nach dem Krieg ergriff der Deutsche Chorverband die Initiative, um die Zelter-Plakette als staatliche Anerkennung für langjährige Bemühungen und besondere Leistungen auf dem Gebiet des Chorgesanges wieder ins Leben zu rufen. Diese Anregung wurde von staatlicher Stelle aufgegriffen.

Am 7. August 1956 unterzeichnete Bundespräsident Professor Theodor Heuss den Erlass, in dem die Zelter-Plakette erneut gestiftet wurde. Mit dem gleichen Datum wurden die Richtlinien veröffentlicht, in denen die Einzelheiten für die Verleihung festgelegt sind.

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PRO MUSICA-PLAKETTE

In Ergänzung zur Zelter-Plakette stiftete Bundespräsident Dr. Wilhelm Lübke im Jahre 1968 die PRO MUSICA-Plakette als Auszeichnung für Vereinigungen von Musikliebhabern, die um die Pflege des instrumentalen Musizierens entsprechende Verdienste erworben haben. Diese Auszeichnung, deren Antrags- und Verleihungsprinzipien ähnlich lauten wie für die Zelter-Plakette, wurde erstmalig 1969 in München verliehen. Seit 1971 werden Zelter-Plaketten und PRO MUSICA-Plaketten durch den Bundespräsidenten in einem von den Laienmusikorganisationen gemeinsam gestalteten Festakt stellvertretend an je einen Chor und eine Instrumentalvereinigung verliehen.

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Der Wappenschild des Landes Rheinland-Pfalz

Der Wappenschild des Landes Rheinland-Pfalz ist eine Stiftung des Ministerpräsidenten aus dem Jahr 1952. Er wird an Vereine vergeben, die sich aktiv der Pflege der Musik, des Gesanges oder anderen kulturellen oder dem Gemeinwohl nützenden Aufgaben widmen. Der Wappenschild wird aus Anlass eines mehr als 100-jährigen Stiftungsfestes verliehen, wenn dieses Fest sowohl einen angemessenen Anlass (110 Jahre,120 Jahre, usw.) als auch einen angemessenen Rahmen (akademische Feier, Konzert, oder ähnliches) gewährleistet. Erhält der Verein aus Anlass seines Stiftungsfestes bereits eine andere überregionale Ehrung (z.B. Zelter-Plakette), so wird der Wappenschild nicht verliehen. Der Antrag auf Verleihung des Wappenschildes ist formlos zu stellen an die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz, Willy-Brandt-Platz 3, 54290 Trier, Telefon 06 51 / 9 49 40.

Der Antrag muss folgende Angaben enthalten:

  • Grund des Verleihungsantrages (Stiftungsfest o.ä.)
  • Anlass der vorgesehenen Übergabe (akademische Feier, Konzert)
  • Datum der vorgesehenen Verleihung
  • Bezeichnung der gepflegten Chorgattung im Verein (z.B.: Männer-, Frauen-, Gemischter Chor)
  • Abriss der Vereinsgeschichte mit Nachweisen
  • Nachweise, wie sich der Chor in der Gemeinde oder Stadt regional und überregional betätigt
  • Mitgliederzahlen (aktiv und passiv)
  • Hinweise darauf, ob und in welchem Jahr die Zelter-Plakette verliehen wurde.

Es gibt zwar keinen festen Termin zur Einreichung, jedoch sollte der Antrag etwa sechs Monate vor dem vorgesehenen Termin der beabsichtigten Verleihung bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz gestellt werden. Eine Antragstellung über die jeweilige Kreisverwaltung ist nicht erforderlich. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion holt ihrerseits eine Bestätigung beim Präsidium des Chorverbandes Rheinland-Pfalz ein und legt den Antrag danach der Landesregierung in Mainz zur Zustimmung vor.

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