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Chorverband wählt für drei Jahre

Ein kurzer Rückblick, eine Vorschau und Wahlen standen in diesem Jahr als wichtige Punkte auf der Tagesordnung des Chorverbandes Rheinland-Pfalz.

Wahlen bestätigen Präsident Wolff im Amt

Mit eindeutigem Votum wurden die Präsidenten des Chorverbandes Rheinland-Pfalz für weitere drei Jahre gewählt. Präsident Karl Wolff und Vizepräsident Tobias Hellmann stellten sich erneut zur Wahl und wurden wiedergewählt.

Einstimmiges Votum für die Wiederwahl von Präsident Karl Wolff - Foto: V. Bewersdorff

Einstimmiges Votum für die Wiederwahl von Präsident Karl Wolff
Foto: Volker Bewersdorff

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach zehn Jahren Amtszeit verabschiedete sich Vizepräsident Peter Balmes aus dem Präsidium. An seine Stelle tritt nun Christel Bieger. Die Leiterin der Musikschule Ingelheim und  erfahrene Chorleiterin wird in ihrem Geschäftsbereich auch das Thema Weiterbildung im Verband begleiten.

Christel Bieger wurde zur Vizepräsidentin gewählt

Christel Bieger wurde zur Vizepräsidentin gewählt
Foto: Volker Bewersdorff

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch der Verbandschorleiter, Michael Rinscheid aus Attendorn, wird für weitere drei Jahre die Geschicke des Musikrates im Chorverband leiten. Ihm zur Seite stehen seine beiden Stellvertreter Helmut Velten (Wiederwahl) und Marco Herbert (Neuwahl).

Franz Jürgen Mörs aus St. Aldegund wurde erst 2017 zum Verbandsschatzmeister berufen und nun durch die Delegiertenversammlung für weitere drei Jahre bestätigt.

Im Weiteren wurde Dieter Meyer, der Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Medien, im Amt bestätigt.

Ausgezeichnete Kolleginnen und Kollegen

Mit dem proMedia-Preis des Chorverbandes Rheinland-Pfalz wurden Raimund Schäfer aus dem Chorverband Westerwald und Vorsitzender der Region 1 sowie Dieter Meyer für ihre öffentlichkeitswirksame Arbeit ausgezeichnet. Die Ehrennadel des Chorverbandes erhielten Monika Klöckner, Christa Rey und Lothar Riebel.

Gruppenbild der ausgezeichneten Personen sowie der ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder

Gruppenbild der ausgezeichneten Personen sowie der ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder
Foto: Volker Bewersdorff

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rheinland-Pfalz singt. Sing mit! – Kampagnenstart in Koblenz

Mit Großflächen, Flyerverteilung und Promo-Sets vor Ort will der Chorverband die Rheinland-Pfälzer für das Singen im Chor begeistern. Sechs Plakatmotive stehen für die Kreis-Chorverbände zur Wahl. „Geschaltet“ werden diese dann jeweils im Rahmen von größeren Chorevents. In diesem Jahr sind bereits Großflächen gebucht für: die Chormeile in Trier; das Chorfestival „Chor total im Tal“, in Bernkastel-Kues sowie das Leistungschorfestival in Wirges. „Über die Kampagne haben Chorinteressierte einen Ansprechpartner, der ihnen hilft, den für ihn passenden und gewünschten Chor zu finden. Auch die Kreis-Chorverbände werden hierzu umfassende Hilfestellung leisten“, erläutert Dieter Meyer den weiteren Sinn und Zweck der Kampagne, bei der sich der Chorverband Rheinland-Pfalz spürbar mehr gedacht hat, als „nur“ eine Imagekampagne für das Chorsingen in Rheinland-Pfalz.

Offizieller Kampagnenstart in Koblenz: "RLP singt"

Offizieller Kampagnenstart in Koblenz: „RLP singt“
Foto: Volker Bewersdorff

 

Text: Dieter Meyer
Fotos: Volker Bewersdorff

Beitragsbild: Delegiertenversammlung bei der Abstimmung; Foto: Volker Bewersdorff

 

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Außerordentlicher Verbandstag des CV RLP: Immer schneller, höher, weiter?

Außerordentlicher Verbandstag des Chorverbandes Rheinland-Pfalz in der Keltenhalle in Waldalgesheim: In seiner Eröffnungsrede zog Präsident Karl Wolff im Anschluss an die musikalische Begrüßung durch die Sacropops – Gospelchor Waldalgesheim e.V. ein nachdenklich stimmendes Resümee zum Status quo der Laienmusik und damit der Laien-Chormusik in Rheinland-Pfalz. Die Kreis-Chorverbände im Chorverband Rheinland-Pfalz genehmigten den Änderungshaushalt 2017 und den Haushalt 2018. Damit gab der Verbandstag auch grünes Licht für die neue Geschäftsstelle des Chorverbandes.

 

Waldalgesheim. Bendorfer Str. 72-74, Neuwied-Engers: So wird ab Januar 2018 die neue Adresse der Geschäftsstelle des Chorverbandes Rheinland-Pfalz lauten. Mit überwältigender Mehrheit stimmte der Verbandstag den zukunftsweisenden Plänen des Präsidiums zu. „Der Chorverband möchte in seinem Verbandsgebiet zwei Bildungszentren installieren“, erläuterte Schatzmeister Franz-Jürgen Mörs zu Beginn der konstruktiv geführten kurzen Diskussion. Eines davon solle in Neuwied-Engers sein, wo bereits die Landesmusikakademie und die Villa Musica ansässig sind. Hier sollen in Zukunft vermehrt Kooperationen auf den Weg gebracht und Synergieeffekte genutzt werden. Für den Süden ist Ingelheim anvisiert: Das neue Weiterbildungszentrum bietet mit seinen vielfältigen Möglichkeiten die besten Voraussetzungen.

 

Erfüllung künftiger Anforderungen macht personelle Aufstockung notwendig

„Mit Engers werden wir künftig einen Ort der kurzen Wege haben. Die Räume, mit verkehrsgünstiger Anbindung, bieten uns alle Möglichkeiten für Tagungen und Seminare. Landesmusikakademie und Villa Musica liegen in direkter Nachbarschaft“, erläutert Präsident Wolff weiter. Darüber hinaus werden weitere Stellen geschaffen, um den ehrenamtlich Verantwortlichen qualifiziertes Personal an die Seite zu stellen. Dazu zählt auch die Absicht, die Geschäftsstelle als Einsatzstelle für den Bundesfreiwilligendienst anerkennen zu lassen.  „Dies ist nur mit den neuen räumlichen Möglichkeiten realisierbar. Die Aufgaben, denen wir uns als Verband in Zukunft stellen müssen und die Ziele, die wir uns gesetzt haben, sind vielfältiger und umfangreicher auf dem Weg zum ‚Dienstleister für den Chorgesang‘. Die notwendige Professionalisierung erfordert auch eine zeitgemäße und repräsentative zentrale Verwaltungs- und Anlaufstelle.

 

Gegenwärtige Sichtweise junger Menschen ist erschreckend

„Es ist erschreckend zu erfahren, wie junge Menschen den Einfluss von Politik und Wirtschaft auf Leben und Bildung einschätzen“, erläuterte Präsident Karl Wolff in seiner Begrüßungsrede. Er bezog sich damit auf erste Erkenntnisse aus einer dem Verbandstag vorausgehenden Eröffnungsveranstaltung zur „Zukunft der Laienmusik in Rheinland-Pfalz“, initiiert durch den Landesmusikrat. Mehr als 50 Vertreter aller rheinland-pfälzischen Laienmusikverbände diskutierten ergebnisorientiert über Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken der Laienmusik in Rheinland-Pfalz. „Der Mensch wird als Kostenfaktor eingeschätzt. Das soziale Engagement geht immer stärker zurück. Festzustellen ist diese Entwicklung in gefährlichem Maße bei den Hilfsorganisationen, im Sanitätsbereich, bei den Freiwilligen der Feuerwehr und beim THW.“

Schneller, höher, weiter – möglichst auf direktem Weg, ohne Umwege zum Ziel gelangen sei die Anforderung an die heutige Leistungsgesellschaft, so Wolff weiter. „Aber an welchem Ziel sind wir dann? Entstehen unter diesen Bedingungen nicht eher absolute Individualisten und Ellbogenkämpfer, und ist die auf diesen Leitlinien basierende Bildungspolitik nicht mit verantwortlich für die zunehmenden Schwierigkeiten in Vereinen und im Ehrenamt?“ Nachdenklich Fragen des Chorverbands-Präsidenten, der seit nunmehr 10 Jahren die Geschicke des Verbandes mit über 100.000 Chormitgliedern führt.

„Bereits im Vorschulalter fordern Eltern von ihren Zöglingen und den Pädagogen mehr Tempo, mehr Leistung, und immer mehr ‚Förderung‘. Studieren scheint unabdingbar, um später das notwendige Geld zum Leben zu verdienen. In der nachschulischen Realität und nach dem Studium sind junge Menschen dann häufig lange Zeit in unbezahlten Praktika, in Leiharbeit und in Minijobs beschäftigt. Pendeln wird zur Regel statt zur Ausnahme. In früheren Zeiten konnten sich Menschen auf Ihre Arbeitsstelle in Wohnortnähe verlassen und hatten den Rücken frei für die Vereinsarbeit in allen Bereichen“, resümierte Wolff.

„Als Verband ist es unsere Aufgabe, weiterhin Sorge dafür zu tragen, den Chören eine produktive Basis zu bereiten und Rahmenbedingungen zu schaffen, mit denen wir der Chormusik weiter den Weg ebnen und den Chören eine Perspektive für die Anforderungen der Zukunft geben. Wir sind hier unserem Anspruch mehr denn je verpflichtet, Dienstleister für den Chorgesang – und damit für die Chöre – zu sein.“

Der für die Geschäftsführung zuständige Vizepräsident Tobias Hellmann informierte über die ab 2018 geltenden neuen Rahmenverträge zur Verbandsversicherung und zur GEMA. Auch über die finanzielle Förderung von Choraktivitäten setzte er die Delegierten des Verbandstages ins Bild: das in der Pilotphase überaus erfolgreiche Chorcoaching-Konzept wird nicht nur weitergeführt, sondern auch mit höheren finanziellen Mitteln ausgestattet und in Zukunft den absoluten Schwerpunkt der Förderung bilden.

Stehende Ovationen für Herbert Kutscher, Kreis-Chorverband Neuwied

Nach 48-jähriger Vorstandsarbeit im Kreis-Chorverband Neuwied verabschiedete sich Herbert Kutscher aus dem Verbandstag. Lange Zeit hatte er als Vorsitzender die Geschicke des Chorsingens im Kreis Neuwied mitgelenkt und war stets gefragter Ansprechpartner für alle Institutionen.  Ebenfalls mehrere Jahrzehnte war Kutscher Sprecher des von Rudolf Desch gegründeten Chorleiterchores. Präsident Karl Wolff dankte Herbert Kutscher für seine Arbeit. Die Delegierten bedachten ihn mit stehenden Ovationen.

Text: Dieter Meyer
Fotos: Volker Bewersdorff

 

 

 

 

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Chorverbandstag 2017 in Oppenheim – Bildergalerie

In diesem Beitrag finden Sie eine Bildergalerie zum diesjährigen Verbandstag in Oppenheim mit vielen schönen und interessanten Impressionen. Lassen Sie sich überraschen!

(Fotos: Volker Bewersdorf, Alle Rechte vorbehalten)

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