Chorliteratur
Das Interesse an Chorliteratur im Pop, Jazz, Rock und Gospel ist ungebrochen.
Zahlreiche deutsche Chormusikverlage stellen sich bei ihren Neuveröffentlichungen auf die aktuellen Entwicklungen und wachsenden Literaturbedürfnisse ein. Dabei bleiben weiterhin die Publikationen amerikanischer Verlage zahlenmäßig von zentraler Bedeutung.
Erfreulicherweise sind seit den achtziger Jahren auch deutsche Verlage dazu übergegangen, Chorliteratur in der populären Musik zu publizieren. Dies kommt nicht nur den hiesigen Chören zugute, sondern fördert auch das Engagement der deutschen Arrangeure und Komponisten. Hier tummeln sich, wie in allen Jahrhunderten, Groß- und Kleinmeister zugleich. Eine kritische Auswahl der Literaturflut wird daher unbedingt empfohlen.
Grundlegende Überlegungen zur Literaturauswahl:
- Hat das Stück einen künstlerischen oder pädagogischen Wert?
- Passt das Stück zu mir als Dirigenten und zum Chor?
- Hat der Text - gleichgültig ob englisch oder deutsch - eine Bedeutung für die Singenden?
- Trifft der Arrangeur den "richtigen Ton", die Stilistik?
- Hat das Arrangement einen "gewissen Pfiff", einen musikalischen Reiz?
- Beherrsche ich als Chorleiter den Stil dieses Arrangements?
- Hat der Chor in intonatorischer oder rhythmischer Hinsicht die Voraussetzungen, das Werk zu beherrschen?
- Fordert das Arrangement die Leistungsfähigkeit des Chores heraus und ist doch musikalisch und künstlerisch erlernbar?
- Habe ich die Musiker für eine Aufführung (z. B. Combo oder Bläser)?
- Sind die Noten und der Text gut lesbar oder wirkt z.B. das gestauchte Notenbild oder das Manuskript demotivierend?
- Stehen Arrangement, Komposition und Textinhalt in einem Zusammenhang?
- Hat der Chor bereits erfolgreich ein gutes Stück des Arrangeurs gesungen?
Es gibt zahlreiche Arrangeure, die aus langjähriger Praxis heraus immer gut klingende Arrangements schreiben. Das bedeutet aber nicht, dass alle Bearbeitungen für Ihren Chor passend sind. Die folgende Namenliste ersetzt daher weder eine kritische Prüfung, noch hat sie Anspruch auf Vollständigkeit:
Bob Alcivar, Jay Althouse, Gwyn Arch, Alan Billingsley, Sharon Broadley, Mark Brymer, Todd Buffa, Martin Carbow, Teena Chinn, William Dawson, Anders Edenroth, Roger Emerson, Clare Fischer, Scott Fredrickson, Jeff Funk, Jester Hairston, Moses Hogan, Mac Huff, Anita Kerr, John Leavitt, Ed Lojeski, Norman Luboff, Phil Mattson, Darmon Meader, Gene Puerling, Paris Rutherford, Christoph Schönherr, Kirby Shaw, Harry Simeone, Carl Strommen, Roger Treece, Ward Swingle, Michele Weir, Steve Zegree.
Hier eine Auswahl an Verlagen, bei denen wertvolle Pop-, Jazz- und Gospelliteratur erschienen ist: Alfred Publishing, Arco Music, Bosse Verlag, Edition Ferrimontana, Gehrmans, Hal Leonoard, Harmo-nia, Hinshaw Music, Key Music, Music Sales, Musical Spezial, Polyhymnia, Schott, Shawnee Press, Strube, Tonos, UNC Jazz Press, Warner Brothers, Word Music.
Fortbildungsveranstaltungen
Der Deutsche Musikrat und seine angeschlossenen Chorverbände, Landesmusikakademien und zahlreiche Musikverbände sowie vereinzelt kirchenmusikalische Fortbildungsstätten organisieren regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen für Chorleiter und Chorsänger im Bereich Jazz/Pop/Gospel, etc.
