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Englische Aussprache


Englisch, oder präziser gesagt, amerikanisch, ist die Sprache der internationalen Popularmusik. Dies hat zwei wesentliche Gründe:
Selbst englischsprachige Künstler wie Elton John oder STING bemühen sich auf internationaler Ebene um amerikanische Aussprache. Das Hochenglische passt nicht zur Popularmusik, wirkt steif, exotisch, distanziert.
Die unmittelbare Verbundenheit von Musik und Sprache haben beide untrennbar miteinander gekoppelt, ein Phänomen, das ebenfalls z. B. in der traditionellen Volksmusik europäischer Länder zu hören ist.
Am Beispiel der Spirituals und Gospels soll diese Symbiose dargestellt werden. Die historisch zu unterscheidenden Stile der religiösen Chorgesänge sind ganz wesentlich von regionalen Dialekten und Slangausdrücken geprägt. Man unterscheidet zwischen den frühen Stilen Folk Style (Zentrum in Jefferson County, Alabama) und Jubilee Style (Zentrum in Tidewater, Virginia) (beide ca. 1920 - 1950), wobei der Folk Style im Chorsatz weniger avanciert war als der Jubilee Style. Ab den 50er Jahren entwickelt sich der Gospel Style und ab den 70 Jahren der Contemporary Gospel Style oder Neo Jubilee Style.
Die Idiomatik war gleichsam untrennbar mit der musikalischen Stilistik verbunden, da die Protagonisten von ihren Nachfolgern bis in kleinste Details imitiert wurden. Bestes Beispiel ist das so genannte Snatching. Dieser Begriff bezeichnet im Gospelgesang die denkbar kürzeste Artikulation von Worten oder Wortsilben, was bis zum Verschlucken von Endkonsonanten oder Vokalen zwischen zwei Kon-sonanten führt.
Beispiele:
"Straighten up" könnte klingen "sträidna",
"Lord" klingt wie "lawd" oder wie das amerikanische "law".
Die Endkonsonanten "t" oder "p" werden mit Hilfe von Lippen oder Zunge zwar abgeschlossen, aber sie öffnen sich direkt danach nicht mehr. Die Zunge bleibt am Gaumen und löst sich erst wieder für das nächste Wort. Gleiches gilt für die Lippenlaute.
Zum Snatching gehören auch Slangausdrücke wie dat für that, gimme für give me, gonna für going to usw.
Diese Art der Aussprache und Wortverkürzung hat einen Staccato Effekt, der den zugrunde liegenden Puls verstärkt und die synkopierten Rhythmen oder den Swing, die Off-beats, intensiviert. Schallplatteneinspielungen aus den 20er und 30er Jahren des berühmten Golden Gate Quartett zeigen diese Effekte in Reinheit.
Ein weiteres Beispiel ist das so genannte Clanka Lanka Riff.
Die Bezeichnung kommt von den onomatopoetischen bzw. nicht semantischen Scatsilben, die einem Riff unterlegt sind, as der Backgroundchor als Klangteppich singt, wie z. B. in Swingachtel: "Ooh doo ooh doo ooh doo, Pause" oder "Doo dn dah ba, doo dn dah ba, Pause" usw.

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