Home Navigationspfeil Rund um den Chorgesang Navigationspfeil Elektronische Unterstützung

Elektronische Unterstützung des Gesangs

Elektronik, Mikrophon

Die Entwicklung des mehrstimmigen Gesangs in der Popularmusik der letzten 20 Jahre wäre ohne die technischen Hilfsmittel, wie z. B. das Mikrophon, nicht möglich gewesen. Abgesehen von den Spiritualgruppen, die sich in ihrem Repertoire tatsächlich auf die a cappella auszuführenden Traditionals der vokalen Überlieferung konzentrieren, sangen und singen die Ensembles in der Regel mit Instrumentalbegleitung, Combo und evtl. Bläsern (Gospel). In dieser Konstellation wird das Mikrophon zum Instrument des Singenden.

Die elektronische Verstärkung des Gesangtons, zumindest beim Solisten, gehört im Grunde wesentlich zur Stilistik (Barbershop ausgenommen), so wie Klavier, Schlagzeug und Bass gleichsam zur Grundausstattung eines Gospel- oder Jazzchores zählen. Gitarre und Bläser (Trompete, Saxophon) können hinzukommen und werden manchmal bis zur Big Band-Besetzung aufgestockt. Hier benötigt dann auch der Chor eine Mikrophonierung. Vier Kondensatormikrophone, für jede Stimmgruppe eines, und ein Nahbesprechungsmikrophon für die Solisten, dazu Mischpult, Verstärker, Effektgeräte, die Saalbeschallung, evtl. Monitore für Instrumentalisten und Sänger sowie Verkabelung machen ein Konzert zu einem technisch aufwendigen Unternehmen. Dies mag ein Grund sein, weshalb viele Chöre hierzu-lande den Aufwand und die finanzielle Belastung scheuen und sich auf den A cappella Gesang oder nur die Klavierbegleitung festlegen. Es soll hier darauf hingewiesen werden, dass diese Ausschließlichkeit keineswegs stiltypisch ist, sondern eher eine praktische Notlösung darstellt.

Die Rhythmusgruppe

Die überwiegende Zahl der Chorsätze im Bereich Popularmusik sind mit Instrumentalbegleitung konzipiert. Die Arrangements haben eine ausnotierte Klavierbegleitung, die durch Akkordsymbole ergänzt wird. Diese ausnotierte Klavierstimme dient in aller Regel nur als Stütze oder als Anhaltspunkt, nicht dazu, in der Konzertsituation tatsächlich notengetreu gespielt zu werden. Der Arrangeur setzt voraus, dass der begleitende Pianist die Stilistik des Stückes beherrscht und seine Begleitung nach den Akkordsymbolen adäquat improvisiert.

Der Gitarrist spielt ausschließlich nach Akkordsymbolen und muss mit dem geforderten Stil vertraut sein. Je nach Schwerpunkt des Repertoires wird bei Triobesetzung die zusätzliche Gitarrenbegleitung eher ein optionales Addendum sein (z. B. Swing-Standard) oder Wesentliches zum Arrangement beitragen (z. B. Funk, Gospel-Rock).

Für den Bass gilt ähnliches wie für das Klavier. Der Bassist orientiert sich an den Akkordsymbolen und der Stilbezeichnung des Stücks.

Das Schlagzeug ist das Herzstück der Combo. Der Schlagzeuger sorgt für das konstante Tempo und definiert über seine Spielweise dominant den Stil des Stückes (z. B. Shuffle, Rock, Sechzehntel-Funk). Das Drumset ist aber auch das lauteste Instrument. Es bedarf geduldiger Suche, einen einfühlsamen, "nur" begleitenden Schlagzeuger zu finden.

Die Erarbeitung des Chorsatzes erfordert in der Regel einen erheblich größeren Zeitaufwand als das Zusammenspiel mit der Combo. Daher ist es ökonomisch, die Ensembles zunächst getrennt zu proben und sie erst in der Endphase der Erarbeitung zusammenzuführen.

Valid XHTML 1.0 Transitional CSS ist valide!